Über Kerstin Keil

    „Berufung und nicht nur Beruf“ oder auch „Das habe ich in die Wiege gelegt bekommen“, solche Aussagen klingen auf den ersten Blick immer etwas platt und abgedroschen, aber sie treffen bei mir zu.

    Als Kind eines Maklers

    Ich bin in einer Kaufmanns-Familie groß geworden: mein Vater war Immobilienmakler, der bei Burda in der Wohnungsabteilung seine ersten Erfahrungen gesammelt hatte und dann später nach Mitarbeit in Maklerbüros in Darmstadt und Griesheim 1979 Keil Immobilien GmbH gründete. Meine Mutter ist gelernte Buchhalterin und arbeitete für eine private Krankenversicherung, bis sie bei Geschäftseröffnung die Firmenbuchhaltung übernahm.

    Schon als Kind wusste ich zwei entscheidende Dinge über den Beruf des Immobilienmaklers:

    1.) um ein Haus zu kaufen, muss man zu einem Notar und das heißt „Protokollierung“ und das ist ein guter Tag für einen Makler 🙂

    2.) ein Makler muss auch am Wochenende arbeiten. Dann wartete nämlich die Familie im Auto, bis mein Vater dem Kunden das Haus gezeigt hatte und wir dann endlich etwas unternehmen konnten.

     

    „Die Firma“ – ein weiteres Familienmitglied

    Wie bei vielen Unternehmer-Familien nimmt hat das Geschäft im Familienleben einen zentralen Raum ein. Wie ein weiteres Familienmitglied lebt „die Firma“ den Alltag mit. Da konnte es auch passieren, dass Urlaube verschoben werden mussten, weil es eben „in der Firma nicht geht“. Projekte standen kurz vor dem Abschluss, Kaufzusagen wurden erteilt und der Abschluss sollte nun schnellstmöglich abgewickelt werden.

    Nach dem Abitur wollte ich aber erst einmal ein soziales Jahr absolvieren und habe dann aus Spaß an der Sache im Umgang mit Menschen Sozialpädagogik in Darmstadt an der EFH studiert und mit staatlicher Anerkennung abgeschlossen als Dipl. Sozialpädagogin.

    Hans-Dieter und Kerstin Keil

    Hans-Dieter und Kerstin Keil


    Die Immobilienbranche hatte mich aber immer interessiert. Hatte ich auch schon in den Semesterferien im Büro ausgeholfen und dadurch praktische Vorstellungen, wie ein Maklerbüro funktioniert. Ich stieg 1996 im Familienbetrieb ein, lernte es nochmals „von der Pike auf“ und qualifizierte mich im berufsbegleitenden Studium zur Dipl. Immobilienwirtin.

    Im Fach „Immobilienwirtschaft“ schrieb ich meine Abschlussarbeit über das Thema „Wohnungsvermietung als professionelles Dienstleistungsangebot im Maklerbüro“. Das Thema lag und liegt mir besonders am Herzen, denn ich war damals für die Wohnungsvermietung im Büro zuständig. Mein Dozent für diese Arbeit war der renommierte Immobilienfachmann und Buchautor Erwin Sailer. (https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Lorenz_Sailer)

    Der „ehrliche Makler“ als Vermittler zwischen den Parteien, das ist auch meine Maxime. Auch wenn die Abläufe heute komplexer und digital werden, der „Faktor Mensch“, der die Koordination der Abläufe und Verhandlungen übernimmt, ist durch keine App oder Datenbank zu ersetzen.

    „Ein Geschäft ist nur dann gut, wenn ALLE Beteiligten zufrieden sind. Erst dann war man ein erfolgreicher Mittler zwischen den Parteien.“(H.-D.Keil)

     

    Manche Dinge ändern sich nicht

    Und in den 22 Jahren Berufserfahrungen haben sich zwei Dinge nicht geändert:

    1.) um ein Haus zu kaufen, muss man zum Notar und das ist ein schöner Tag für einen Makler 🙂

    2.) die Arbeitszeiten sind unter Umständen wenig attraktiv, aber wenn man dabei nette und interessante Menschen trifft, dann macht mir das Spaß. Aus Spaß entsteht Motivation und Energie und die zeichnet meine Arbeitsweise aus. Wie im Slogan zusammengefasst „Engagiert und bodenständig“.

    ___________________________________________________________________________________________________________________________________